Kultur-Botschafter

ÜBER UNS / KULTUR-BOTSCHAFTER

Uns von CASA HOGAR wäre im Prinzip fast jedes Mittel recht, um Aufmerksamkeit und Unterstützung für unser Anliegen zu generieren. Dass wir mit der Harfenistin Magdalena Hoffmann, dem Komponisten Ludger Vollmer und dem Kammerchor fiat ars drei „Kulturbotschafter“ gewinnen konnten, die als Multiplikatoren eben nicht für nur irgendeine, sondern für höchst erlesene und werthaltige Form von Aufmerksamkeit stehen, macht uns ein bisschen stolz und vor allem sehr dankbar.

Gemein ist unseren Kulturbotschaftern, dass sie als Künstler eine gesellschaftliche Verantwortung spüren, dass sie sich mit dieser Verantwortung im Anliegen von CASA HOGAR wiederfinden und dass sie deshalb CASA HOGAR nach Außen ihr Gesicht leihen wollen.

Den bislang spektakulärsten Ausduck fand dies im Benefizkonzert „perspectivas“, bei dem alle unsere Kulturbotschafter mitwirkten (und das Sie übrigens hier noch einmal im Filmmitschnitt nacherleben können).

Magdalena Hoffmann

Magdalena Hoffmann ist Harfenistin und dazu berufen. Das merkt jeder, der sie einmal im Konzert erleben durfte. Entsprechend ist auch ihre bisherige Karriere verlaufen: Mit 24 Jahren wurde sie Soloharfenistin des Tiroler Symphonieorchesters in Innsbruck. Heute ist sie 27 Jahre alt und bereits Dozentin am Tiroler Landeskonservatorium. Unzählige Stipendien und Preise in nationalen wie internationalen Wettbewerben, die ihr verliehen wurden, bestätigen, brauchen aber nicht mehr zu überzeugen.

www.magdalenahoffmann.org

Im Wesentlichen waren es zwei Dinge, die es mir in der Vergangenheit ermöglicht haben, nun ein Leben zu führen, wie ich es will: Meine Ausbildung und einen Ort, den ich bis Heute „zu Hause“ nennen darf. Es ist das erklärte Ziel von CASA HOGAR, jungen Mädchen ebendies zu schenken: Bildung und ein „zu Hause“. Damit soll ihnen, aber auch der Gesellschaft, in der sie leben, eine neue Zukunft ermöglicht werden. Dieses Anliegen ist mir sehr ans Herzen gegangen und ich möchte alles mir Mögliche dazu beizutragen, es erfolgreich werden zu lassen. Die Musik gilt als die Sprache, die am direktesten zum Herzen vordringt, und so hoffe ich, vielen Menschen damit Ohren und Herzen öffnen zu können für das Leid, das im Chocó noch so größtenteils unbemerkt existiert – und es zu bekämpfen.











Magdalena Hoffmann wurde 1990 in Basel geboren. Ab 1999 in Düsseldorf, absolvierte sie dort ihr Bachelorstudium bei Fabiana Trani an der Robert Schumann Hochschule; nun vervollständigt sie ihr Masterstudium an der Münchner Hochschule für Musik und Tanz. Ein Auslandsjahr führte sie an die Royal Academy of Music in London, wo sie u.a. auch Jazz-Unterricht bei Park Stickney erhielt. Zahlreiche Meisterkurse bei den größten HarfenistInnen der Gegenwart (z.B. Fabrice Pierre, Isabelle Moretti und Mara Galassi) runden ihre Ausbildung ab.

Magdalena war Stipendiatin der bischöflichen Studienförderung des Cusanuswerks und des Vereins „Yehudi Menuhin Live Music Now”, sie gewann das Musikerstipendium der GenRe Köln und den Förderpreis der Hauck und Aufhäuser Kulturstiftung, sowie zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, z.B. den 1. Preis beim internationalen Concours Français de la Harpe und den 2. Preis beim internationalen Harfenwettbewerb in Slowenien. Außerdem war sie Stipendiatin der PE-Förderungen für Studierende der Musik e.V., die ihr der Kauf ihres jetzigen Instruments, einer Salvi Iris, ermöglichten. 2014 war sie als “Celebrity Master” bei den Harp Masters Festspielen in der Schweiz zu Gast und führte dort erstmals ihr Theaterkonzert “Odyssee auf 47 Saiten” auf; seitdem widmet sie sich auch vermehrt der professionellen Musikvermittlung.

Ihre Karriere als Orchesterharfenistin begann Magdalena mit einem Praktikum im Sinfonieorchester Münster und war dann als Solo-Harfenistin im Symphonieorchester Osnabrück tätig, außerdem spielte sie als Aushilfe mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und den Düsseldorfer Symphonikern. Seit 2014 ist sie Solo-Harfenistin des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck, dazu leitet sie seit 2015 auch ihre eigene Harfenklasse als Dozentin am Tiroler Landeskonservatorium.

Magdalena Hoffmann ist eine gefragte Kammermusikerin und ist besonders daran interessiert, Konzerte auch künstlerisch spartenübergreifend neu zu gestalten und neue musikalische Konzepte zu entwickeln.

Ludger Vollmer

Ludger Vollmers Ruf enthebt eigentlich von der Aufgabe, ihn vorzustellen: Er ist Deutschlands erfolgreichster Opernkomponist, erhält Auftrag nach Auftrag von Deutschlands großen Opernhäusern, die er mit Opern wie „Lola rennt“, „Border“ oder „Gegen die Wand“ beantwortet. Das Bemerkenswerte an seinem Erfolg ist, wie nah er sich mit seinem Schaffen im Abseits der „Donaueschinger Musikelite“, wie er das nennt, an das Herz der Gesellschaft heranmanövriert hat. Ludgers Musik ist menschenfreundlich, zugänglich und trotzdem hohe Kunst.
www.ludger-vollmer.de

„CASA HOGAR ist ein sehr effizientes Hilfsprojekt: Hier wirken konzentrierte Kräfte koordiniert zusammen. Jeder im CASA HOGAR-Team macht das, was er am Besten kann, in haargenauer Abstimmung mit dem jeweils anderen. Es ist ein wenig wie ein gutes Orchester: Am Ende entsteht mehr als die Summe der einzelnen Beiträge.“

„CASA HOGAR rettet junge Mädchen nicht nur vor schlimmsten körperlichen und seelischen Traumata, was ja schon ein großes Anliegen wäre, es versucht auch durch die gezielte Bildung von Mädchen die patriarchalen und machistischen Strukturen aufzubrechen, die die Gesellschaft im Chocó wie eine Fessel an einer wirklichen Entwicklung hindert.“

„Ich glaube daran, dass Künstler eine gesellschaftliche Verantwortung haben. Die Tatkraft und die Kreativität des jungen Teams von CASA HOGAR ist inspirierend, weshalb ich es gerne unterstütze.“

29.6.1961
in Berlin geboren

1968-78
Besuch der Polytechnischen Oberschule, ab dem siebenten Lebensjahr Besuch der Musikschule Berlin-Köpenick (Violine), Mitglied des Jugend- Sinfonieorchesters Berlin- Köpenick

1978-81
Berufsausbildung zum Werkzeugmacher mit Abitur

1981-83
Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee, davor und danach Arbeit als Werkzeugmacher

1983-84
Pfarrsekretär

1984-90
Musikstudium in den Fächern Violine, Viola und Komposition an den HfM Weimar und Leipzig Debut als Komponist mit dem Konzert für Kammerorchester 1990 Abschluß: Diplom-Orchestermusiker (Viola) mit Lehrbefähigung 1990

1989-94
Orchestermusiker (Viola)
_am Leipziger Theater 1989-90
_an der Magdeburgischen Philharmonie 1990-92
_im Erfurter Philharmonischen Orchester 1992-94 daneben privates Aufbaustudium im Fach Viola bei Prof. Heinz Rudolf, Hochschule für Musik Dresden, und rege Kammermusiktätigkeit

1992
Umzug nach Weimar / Thüringen

1994-98
Studium Diplompädagogik für Improvisation bei Prof. Peter Jarchow, Hochschule für Musik und Theater Leipzig

1994-95
Lehrauftrag Violine, Viola und Schülerorchester an der Musikschule Weimar

1994-95
Besuch von Seminaren bei Prof. Alfred Schnittke, HfM Hamburg, erfolgreiche Teilnahme an europaweiten Kompositionswettbewerben, danach Abbruch der Wettbewerbstätigkeit

1995-99
Diplom- und Aufbaustudium der Komposition bei Prof. Dimitri Terzakis, HfM Leipzig

Chorensemble FiatArs

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Das Kölner Chorensemble fiat ars wurde von Jonas Dickopf, der auch im CASA HOGAR-Team mitwirkt, im Jahr 2006 gegründet und wird seitdem von ihm geleitet. Heute gilt fiat ars als eines der besten Chorensembles des Rheinlandes. Die ebenso scharfsinnigen wie furchtlosen Programme, die Jonas Dickopf zusammen mit fiat ars entwirft, machen das Ensemble zusammen mit seinem höchsten Anspruch an klangliche Qualität zu einem der interessantesten Gastgeber sakraler Chorkonzerte innerhalb der (hart umkämpften) Musikszene Kölns.

www.fiatars.de

“Wir von fiat ars engagieren uns für CASA HOGAR, weil wir um unsere privilegierte Stellung als Chorsänger in Mitteleuropa wissen. Durch CASA HOGAR haben wir die Möglichkeit, mit unserem ureigensten Mittel, nämlich dem Chorgesang, zu einer ganz konkreten, guten Sache beizutragen.“

FIAT ARS

Ist der Kammerchor der Katholischen Hochschulgemeinde Köln.

Seit der Gründung 2006 erarbeitete sich der Chor ein mittlerweile ansehnlich breites Repertoire an geistlicher Chormusik aller Epochen (mit einem gewissen Schwerpunkt auf zeitgenössischen Kompositionen). Bislang drei Konzertreisen führten fiat ars nach Mainz, Metz, Kehl, Saarbrücken und Worms (2012), in die Niederlande (2013), sowie nach Hamburg und Lübeck (2015).

In Köln und Umgebung ist fiat ars regelmäßig mit abendfüllenden Konzertprogrammen und in Messen oder anderen Liturgien zu hören – im Dom, in den zwölf romanischen Kirchen wie auch in Vorortgemeinden und natürlich „daheim“ in der Kirche Johannes XXIII., der Kirche der Katholischen Hochschulgemeinde Köln.


Jonas Dickopf

leitet fiat ars seit der Gründung des Chores.

1982 in eine musikaffine Familie hineingeboren, studierte er nach dem Abitur Philosophie und Germanistik in Bonn und Köln. Er absolvierte die kirchenmusikalische C-Ausbildung („Teilbereichs-qualifikation Chorleitung“) im Erzbistum Köln. Musikalisch geprägt haben ihn vor allem seine Lehrer Erik Sohn und Boleslav Martfeld sowie die Zeit als Knabe im Kölner Domchor unter Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich.