Mission UBUNTU · Phase 2

Am 23. Mai 2020 ging die Mission UBUNTU in die zweite Phase.

Diesmal wurden zusätzlich zu Istmina 13 Gemeinden der Diözese Istmina-Tadó – gelegen am Fluss San Juan sowie an der Pazifikküste vom Chocó – von unserem Team im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt. Ziel der Mission war es, das Gesundheitspersonal auch in kleinen Medizinstationen so auszubilden, dass es für den starken Ausbruch der Pandemie gewappnet ist, sowie sie zusätzlich mit medizinischen Geräten zu versorgen.

Das Team UBUNTU

Bereits in der ersten Phase der Mission UBUNTU haben wir die Spenden unserer UnterstützerInnen gezielt für eine bessere Patientenversorgung eingesetzt und konnten so das Eduardo-Santos-Krankenhaus in Istmina mit der notwendigen medizinischen Ausrüstung ausstatten. In Phase 2 haben nun vor allem auch weiter abgelegene Gemeinden Medikamente, Verbrauchsmaterialien und weitere medizinische Ausrüstung erhalten, die für die Patientenversorgung dringend benötigt wurden und unnötige Reisen über Land und Wasser in die Stadt verhindern können.

Das Ergebnis? Ein voller Erfolg! Gemeinsam haben wir es geschafft, 180 Angestellte im Gesundheitswesen aus 13 Gemeinden des Chocó in grundlegenden Techniken wie fortgeschrittener Herz-Lungen-Wiederbelebung zu schulen. Außerdem wurden 55 Gemeindevorsteher in Präventivmaßnahmen zu COVID-19 und allgemeinen Erste-Hilfe-Maßnahmen mit dem Fokus der Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR) ausgebildet. Medikamente und Krankenhausbedarf wurde zusätzlich an 11 Medizinstationen und 4 Krankenhäuser in der Region San Juan und an die Pazifikküste des Departements Chocó geliefert. Für die Implementierung der zweiten Phase unserer Mission haben wir in Deutschland Adveniat als starken Partner gewinnen können und in Kolumbien wie in der ersten Phase eng mit der Diözese Istmina-Tadó und Salamandra, dem internationalen Ausbilungszentrum für Not- und Katastrophenhilfe zusammengearbeitet.

Mit dem Boot nach Sipí

Jede Phase war geprägt von Herausforderungen, aber auch jeder Menge unvergesslicher Geschichten. Eine besonders spannende ist die unserer Fahrt nach Sipí, eine kleine Gemeinde am San-Juan-Fluss. Das Boot hatte plötzlich einen Schaden und unser Team saß mehrere Stunden lang fest. Mittlerweile hatte es allerdings so stark geregnet, dass der Fluss die komplette Straße überflutete und der Hilfstrupp nicht bis zu unserem Team vordringen konnte. Spontan sprangen daher alle ins Wasser und schwammen auf die andere Seite des Flusses, wo sie schließlich von einem anderen Auto abgeholt wurden. Das ist nur eine von vielen Geschichten, die vor allem auch den großen persönlichen Einsatz vor Ort widerspiegelt.

Mit der UBUNTU-Mission konnten wir bisher das Gesundheitssystem im Chocó mit wichtigen Sachspenden und Trainings unterstützen – und das über die durch COVID-19 verursachte Notlage hinaus. Das ist besonders wichtig in den Orten, die nur sehr schwer zu erreichen sind und deswegen eine verhältnismäßig schlechte medizinische Infrastruktur haben.

Zum Ende der zweiten Phase möchten wir die Gelegenheit nutzen, allen beteiligten Personen, vor allem aber unserem Sanitäter-Team und Doktor Quintero, für ihre unschätzbare und unermüdliche Arbeit zu danken. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, dass eine dritte Phase, die sich insbesondere der Bevölkerung zuwendet und sie auf eine neue Form des Zusammenlebens mit dem Virus vorbereitet, in den nächsten Wochen starten wird.

Wir von CASA HOGAR hoffen, damit weiterhin einen Beitrag leisten zu können und auf diese Weise die Region Chocó zu unterstützen.

 

Wenn auch Sie die Fortsetzung der UBUNTU-Mission im Chocó unterstützen möchten, freuen wir uns über jede Spende, egal wie klein sie sein mag!