Akuthilfe nach Überschwemmung

AKUTHILFE NACH DER ÜBERSCHWEMMUNG DURCH DEN FLUSS SAN JUAN


Die völlig unerwartete und nächtliche Überschwemmung des Fluss San Juan

verlangte im Februar 2019 akute humanitäre Soforthilfe in einem besonders betroffenen Gebiet in der Nähe von Istmina. CASA HOGAR Deutschland wollte seinen Projektpartner – die Diözese Istmina-Tadó – in dieser Situation nicht allein lassen und – trotz des fehlenden Fokus auf Mädchen und Bildung – einen Beitrag für lebensnotwendige Mittel leisten. Von dieser Situation waren alle betroffen und erstmal mussten die Menschen wieder in Sicherheit sein, ehe sie sich auf langfristige Änderungsprozesse einlassen konnten.

Bebedó ist ein Ort, der nur mit einstündiger Bootsfahrt über einen Fluss zu erreichen ist. Das Dorf lebt – kontrolliert von illegalen bewaffneten Gruppen – in äußerster Armut ohne virtuellen Kontakt und Verbindung zu anderen Gegenden des Chocó. Das völlig unerwartete und schnelle Übertreten des Flusses San Juan in größerem Ausmaß als je zuvor raubte vielen der Dorfbewohner ihre geringe Habe. Nationale Hilfsgüter werden nach Istmina geschickt, erreichen jedoch aufgrund der Not in Istmina selbst erst gar nicht Bebedó – obwohl die Not dort aufgrund der Abgeschiedenheit noch größer ist.

Projektziel: Die Diözese Istmina-Tadó versuchte, notwendige Hilfsgüter in Form von Nahrung, Medikamenten, Haushaltsgegenständen wie Töpfen, Eimern, etc. nach Bebedó zu bringen, konnte jedoch nur für ca. 25 Familien aufkommen. CASA HOGAR verdoppelte die Anzahl der begünstigten Familien und machte für weitere 25 Familien in Bebedó Hilfsgüter zugänglich.

Ort: Bebedó

Projektpartner: Fundación Casa Hogar Istmina

Kosten: 3.000,- € (finanziert)

Projektabschluss: Mai 2019