APOYO PSICOSOCIAL

„Apoyo psicosocial“ · Psychologische Begleitung für Mädchen im Chocó

Wo in Istmina werden Drogen verkauft? Welche Straßen sollten junge Mädchen meiden, weil Paramiliärs oder Kriminelle unterwegs sind? Und was können die Mädchen tun, wenn sie physisch bedroht oder sexuell ausgebeutet werden? Es sind heftige, furchtbare und bisweilen niederschmetternde Fragen, die die 100 Mädchen zwischen sechs und 17 Jahren beschäftigten, die an unserem Projekt „Apoyo psicosocial“ teilnahmen. Doch genau jene Fragen entsprechen der Lebensrealität der Mädchen.

Im Rahmen unseres Projekts „Apoyo psicosocial“ tauschten sich hundert Mädchen aus Istmina ein Jahr lang über alltägliche Bedrohungen wie Kriminalität, Drogenkonsum und sexuellen Missbrauch aus – unter Anleitung von Pädagogen.

Das Projekt wurde von der Diözese Istmina-Tadó durchgeführt und von CASA HOGAR und dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ unterstützt. Gemeinsam konnten für das Projekt 42.000 Euro aufgebracht werden. Die Workshops mit den Kindern und Jugendlichen liefen über ein Jahr und fanden meist zwei Mal in der Woche statt. Im Juli 2020 wurde das Projekt abgeschlossen.

Die teilnehmenden Mädchen wohnen allesamt in ökonomisch benachteiligten Vierteln Istiminas, die von Kriminalität überschattet werden. Viele von ihnen wurden aus ihren Dörfern vertrieben und sind in Istmina gelandet. Sie trafen sich regelmäßig in Kleingruppen, um gemeinsam mit Pädagogen und Sozialarbeitern über die Risiken ihres Alltags zu sprechen. Im Rahmen des Projekts erarbeiteten sie auf spielerische Art Lösungen für die Bedrohungen und stärkten ihr Selbstbewusstsein durch das Sprechen über Werte wie Familie, Freundschaft oder Solidarität.

Zeitraum: Juli 2019- Juli 2020

Ort: Istmina

Projektpartner: Kindermissionswerk ‘Die Sternsinger’ e.V.

Projektpartner in Kolumbien: Diözese Istmina-Tadó

Kosten: 42.300,- € (finanziert)