PRESSEMITTEILUNG
CASA HOGAR aus Bonn mit höchstem kolumbianischem Demokratie-Orden ausgezeichnet – Engagement für Bildung von Mädchen und Frauen im Chocó gewürdigt
Mit einer feierlichen Zeremonie im Kongress der Republik Kolumbien wurde die Bonner Organisation CASA HOGAR Deutschland e.V. am 1. Juli 2025 mit dem Orden de la Democracia Simón Bolívar ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung des kolumbianischen Parlaments ehrt das langjährige Engagement von CASA HOGAR für die Bildung und das Empowerment von Mädchen und Frauen im von Armut und Gewalt betroffenen kolumbianischen Departamento Chocó.
Eine internationale Delegation mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft unter Leitung von CASA HOGAR-Gründer Priv.-Doz. Dr. Theodor Rüber führte politische Gespräche in Bogotá und besuchte die Bildungsprojekte der NGDO im Chocó. Besonders bewegend: Zur feierlichen Preisverleihung im Kongress erzählten Schülerinnen und Studentinnen, die aktuell in den von CASA HOGAR unterstützten Wohnheimen leben, wie sich ihr Leben seit ihrer Aufnahme in die Projekte verändert hat.
Zur Reisegruppe gehörten auch herausragende Künstler:innen, darunter die Soloharfenistin des Symphonieorchesters des bayerischen Rundfunks Magdalena Hoffmann und der britische Tenor Andrew Staples, die mit einem musikalischen Beitrag die Zeremonie im Parlament bereicherten. Beide engagieren sich auch außerhalb des Konzertsaals für CASA HOGAR.
Der Austausch zwischen jungen Frauen aus strukturschwachen afrokolumbianischen und indigenen Gemeinden des Chocó und den mitreisenden Gästen aus Europa ist Theodor Rüber im Gedächtnis geblieben. „Es war beeindruckend zu sehen, wie es gelungen ist, eine gemeinsame menschliche Mitte zu finden – zwischen Personen, die in ganz unterschiedlichen Kontexten leben. Die Begegnungen waren von gegenseitigem Respekt und einem hohen Maß an Verbindlichkeit geprägt“, so Rüber, der hauptberuflich Neurologe und Neurowissenschaftler an der Klinik für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Bonn ist.
In zehn Jahren hat CASA HOGAR über 40 Projekte umgesetzt, darunter Wohnheime für Schülerinnen und Studentinnen, eine Schutzunterkunft für von Gewalt betroffene Frauen sowie Bildungsstipendien. Mehr als 7.200 Mädchen und Frauen haben direkt profitiert, über 22.000 Angehörige wurden indirekt erreicht. Die derzeit im Bau befindliche Wohn- und Begegnungsstätte Casa Hogar Niña María im abgelegenen Istmina mitten im kolumbianischen Regenwald wird künftig knapp 50 benachteiligten Mädchen einen sicheren Bildungsweg eröffnen. Perspektivisch sollen auf dem Gelände zudem Bildungsmaßnahmen für Kinder und Erwachsene aus der Nachbarschaft und der gesamten Region Istmina angeboten werden.
Die Auszeichnung durch den Kongress würdigt das Engagement von CASA HOGAR ebenso wie die Arbeit der lokalen Partnerorganisationen in Kolumbien. Eva Ramírez, Projektreferentin von CASA HOGAR in Kolumbien, fasst zusammen: „Diese Reise hat eindrücklich gezeigt, dass Bildung Brücken bauen kann. Die Geschichten der Mädchen und jungen Frauen aus dem Chocó haben uns alle tief berührt – sie sind der beste Beweis dafür, dass unsere gemeinsame Arbeit eine echte Perspektive schaffen kann.“








