Vom 22.-24. April 2016 fand das erste Teamtreffen von CasaHogar statt. Aus allen Ecken Deutschlands kamen die Mitglieder des CASA-HOGAR-Teams nach Bonn-Mehlem. Die Ziele für unser Wochenende reichten von „ganz basal“ bis „durchaus hochgesteckt“:

In einem ersten Schritt sollten sich zunächst einmal alle gegenseitig kennenlernen. Unser Team hatte sich in den Wochen zuvor stetig erweitert, und selbst die Team-Mitglieder, die seit der ersten Stunde von CASA HOGAR erfolgreich zusammengearbeitet hatten, kannten einander teilweise nur durch Mailverkehr und telefonische Kommunikation. Das Wetter spielte mit, und so konnte das Treffen mit einem gemütlichen Grillen eröffnet werden. Ziel „Kennenlernen“ geschmeidig erreicht!

Am Samstag ging es dann an inhaltlich anspruchsvollere Aufgaben. Neue Impulse für die Spendenakquise und eine tragfähige interne Arbeitsstruktur sollten entwickelt werden. Außerdem standen Anpassungen unserer Prinzipien auf dem Plan. Eine nicht geringe Herausforderung, da wir sehr verschiedenen Paradigmen treu bleiben wollen: Wir wollen den „start up“-Charakter unserer Initiative wahren, also dynamisch, unbürokratisch und unbedingt effizient bleiben; wir wollen, dass die Team-Mitglieder sich und ihre Talente voll einbringen können, ohne sich andererseits mit ihrem ehrenamtlichen Engagement zu überlasten; und wir müssen zugleich gewährleisten, dass die Kommunikation nach Innen (wie nach Außen) stimmt, dass also jedes Teammitglied über den aktuellen Stand unserer Arbeit informiert ist und die Entscheidungen an der jeweils richtigen Stelle getroffen werden, ohne dass wir uns gegenseitig mit tausenden cc-Mails zuspamen.

Am Ende eines arbeitsreichen Samstags konnte glücklicherweise festgehalten werden: Auch dieses Ziel wurde erreicht – mit Gruppenarbeitsphasen, in Plenumsdiskussion und durch gepflegten Austausch der verschiedenen Erfahrungen, die wir bisher bei CASA HOGAR gemacht haben. Und so war es nur folgerichtig, das Ganze am späten Abend mit Impressionen (Dank an Angelika Huber für die Fotos!) vom Istmina-Besuch unserer Teamer Theo, Agnes, Angelika und Simon zu beschließen. Wir sahen das ungeheure Engagement von Bischof Julio und Padre José, wir hörten von den Fortschritten, aber auch Schwierigkeiten der Baumaßnahmen, wir bestaunten die einmaligen Urwaldlandschaften, sahen aber auch das Leid und die Armut der Bevölkerung und den langen Weg, der noch vor CASA HOGAR liegt.

Den Sonntagvormittag über wurden die Ergebnisse des Samstags noch einmal zusammengetragen und in Form gegossen. Ein schönes Bündel hatten wir da vor uns liegen: Optimierungsmöglichkeiten, neue Projektideen, Organisationsstruktur mit Untergruppen für Spendenkonzepte, Kampagnenmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Medienauftritt, Teamkoordination und nicht zuletzt Betreuung der Maßnahmen vor Ort in Kolumbien.

Kurz: Wir sind in jeder Hinsicht zufrieden. Nicht nur haben wir es zu handfesten, sehr konkreten Ergebnissen gebracht (im Sinne der Transparenz-Forderung, die wir an uns selbst stellen, werden wir dieser Tage hier auf der Homepage auch noch detaillierter berichten), sondern wir haben einen Team-Spirit erfahren, der uns bei unseren Herausforderungen ein ganzes Stück weitertragen wird.